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Vietnam

Vietnams epische Geschichte -   Teilnehmer 23 Personen aus 13 Nationen

Von Duncan Forgan / Eva-Maria Kinzel

Immer südwärts von der chinesischen Grenze bis zum Golf von Thailand, erstreckt sich Vietnams natürlicher Schatz von hoch aufragenden Gipfeln, smaragdgrünen Reisfelder und scheinbar endlosen weißen Sandstränden die genug Material bieten, um sich selbst inspirieren zu lassen.


Es schien also ganz passend für mich und eine Gruppe von Kollegen und Golf Genießern in das in Südostasien am besten geeignete Ziel für ein Abenteuer zu reisen und dort sechs Golfkurse und mehr als 1.000 Kilometer über 10 Tage zu meistern.

Mit all den neuen Golfdestinationen die aus dem Boden schießen, stand die Entscheidung Vietnam auszuwählen nicht von vornherein fest. Doch die Gelegenheit, den Wert eines Landes, das heroisch aus jahrzehntelanger Not und Abgeschiedenheit entstanden war, kennen zu lernen war unwiderstehlich und hat überzeugt.

Vietnam ist ein ganz besonderer Ort, um Golf zu spielen ", sagte mir Mark , als ich ihn ausgefragte über unser künftiges Reiseziel.  Viele der beliebtesten Golf-Destinationen haben große Resorts mit einer großen Anzahl guter Golfplätze, aber es gibt nicht sehr viel mehr zu tun als jeden Tag zu spielen. Das bedeutet, dass man nicht wirklich einen Einblick in die lokale Kultur bekommt - die Erfahrung kann sich am Ende ein wenig seelenlos anfühlen.

Das ist anders in Vietnam. Die Kurse sind ein bisschen weiter von einander entfernt, so dass Sie mehr vom Land sehen und es ist ein Ort mit einer faszinierenden Geschichte - einer Geschichte, die noch jung und vertraut ist, aber auch geheimnisvoll, man fragt sich z.B. wie es wohl war abgeschnitten vom Rest der Welt von 1975 bis 1995 zu sein? Sie müssten verrückt sein, nicht die Gelegenheit zu nutzen in die lokale Kultur einzutauchen. 

"Und ja, die Kurse sind phänomenal."

Unnötig zu sagen, dass Mark  recht behalten sollte. Nicht nur, dass unsere Reise Golfplätze umfasste die locker mit Top-Ranking Locations rund um den Globus mithalten können, wir lernten auch ganz nah und persönlich die einzigartige Kultur kennen, begegneten unweigerlich gastfreundlichen Menschen und vor allem hatte eine absoluten „Wow Effekt“.

Unser Abenteuer haben wir in Hanoi begonnen. Einer der großen Städte Asiens. Vietnams Hauptstadt bietet eine einzigartige Mischung aus mittelalterlichem Chaos, kolonialer Eleganz und hochmoderner Lebendigkeit. Ein Besuch des Tempels der Literatur, ein stattlicher konfuzianischen Tempel aus dem Jahr 1070, gab uns einen Einblick in die Tradition der Literatur und Wissenschaft des Landes während elegante Cocktails an der Bar des Intercontinental Hotels mit Blick auf die ruhigen Gewässern des Ho Tay (West Lake) uns zurück in die Moderne brachten.

Am nächsten Tag brachen wir früh auf, um unsere ersten Eindruck von Vietnams Golfschätzen, dem Chi Linh Star Golf & Country Club zu bekommen. Auf halber Strecke zwischen Hanoi und Halong City, ist der Kurs ideal für Golfer, die zu oder von der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Halong Bay reisen. Der Kurs selbst ist etwas ganz besonderes. Gelegen in einem wunderschönen Tal von sanften bewaldeten Hügeln umgeben, schlängeln sich die Fairways durch eine hügelige Landschaft mit Bäumen, Bächen und natürlichen Wasserhindernissen.

Es war Liebe auf den ersten Blick für mich, auch in den frühen Stadien der Runde, als mein Radar schiefer als der moralische Kompass von Paris Hilton war. Zu meinen Lieblingen gehörte das 2-Loch., ein Par-4 mit einer gewaltigen Fläche über das Wasser zu einem gut bewachten erhöhten Grün und das 13., ein Bilderbuch-Loch, das kurze gesagt mein einziger Birdie des Tages war. Ich war weniger erfolgreich beim  632-Yard bergauf gehenden 18-Loch.; zu diesem Zeitpunkt war mir zu schwindlig und ich konnte die schleichende Erschöpfung in den Beinen spüren.

Als wir wieder in Hanoi ankamen, war es zum Glück an jemand anderen gelegen sich anzustrengen. In der Altstadt von Hanoi, bezwingen Rikschas die engen Gassen seit Jahrhunderten. Es war wie ein Schritt zurück in der Zeit, als wir gemächlich an den zahlreichen Märkten mit Körben voll lebender Frösche und Outdoor-Schlachtereien vorbei fuhren.

Vietnams Fähigkeit, nahtlos von Alt auf Neu umzustellen, wurde einmal mehr deutlich sichtbar am folgenden Tag im Van Tri Golf Club. Geformt aus Reisfeldern, ist der Kurs amerikanischen Golfplätzen nachempfunden und erinnert an viele Golfplätze in Florida - viele Wasserhindernisse säumen die landschaftlich stark geprägten Fairways. Ultra zeitgenössisch mag der Platz sein, aber der Blick gleich von mehreren Fairways, auf halbüberflutete Reisfelder, die von Landwirten bewirtschaftetet werden, könnte auch ein Anblick sein, wie man in schon in den letzten zwölf Jahrhunderten in Vietnam zu Gesicht bekommen hat.

Das Layout selbst ist ein weiterer Kracher. Löcher, wie das risikoreiche 5-Loch, par 9 und das 18-Loch (dogleg) zeigen, dass der Kurs tückisch ist, aber auch Klasse besitzt. Die makellose Konditionierung der Paspalum Spielflächen gehen auf das Konto der Greenkeeping Mitarbeiter.

Mit zwei beeindruckenden Kursen und viel Kultur in der Tasche, war es Zeit Hanoi zu verlassen und  600 Kilometer südlich, zum deutlich ruhigeren China Beach zu fliegen. Der Ort, wo amerikanische Soldaten ihre R & R während des Vietnamkriegs nahmen, China Beach ist auf dem besten Weg wieder seinen Status als Nummer Eins Urlaubsregion im Land zurückzuerobern. Es gibt dort eine Vielzahl von erstaunlichen Orten wie unser Resort, das schöne Nam Hai und zwei Weltklasse-Golfplätze, der von Greg Norman entworfene Danang Golf Club und der in direkter Nachbarschaft liegende, The Montgomerie Links, die Arbeit des europäischen Ryder-Cup-Kapitän Colin Montgomerie.

Der Strand ist auch günstig zwischen dem Verkehrsknotenpunkt von Danang und der malerischen alten Stadt Hoi An, bekannt für seine gut erhaltene Architektur, lebendige kulinarische Szene und eine boomende Schneidereibranche gelegen. Es war hier, wo wir unseren zweiten Golf-freien Nachmittag verbrachten, durch die hübschen Gassen bummelten und an einem Kochkurs im The Red Bridge Restaurant teilnahmen, wo wir unsere verschieden Versuche vietnamesischen Klassiker wie frische Schweinefleisch und Garnelen Frühlingsrollen zuzubereiten unternahmen und zum Schluss mit einem Glass gekühlten Sauvignon Blanc belohnt wurden.

Erfrischt durch den Abend in unserem eigenen privaten Villen im The Nam Hai, machten wir uns am nächsten Tag gut gelaunt und mit hohen Erwartungen auf in den Danang Golf Club. Der Kurs, der erst im Mai dieses Jahres eröffnet wurden, hat schon eine stattliche Zahl von Kritiken sammeln können. Erbaut auf sandigem Lehmboden, spiegelt das Layout die klassischen schottischen Links, mit einem Schuss der Carolina Sandhügel wider. Genauso angenehm zu spielen, wie es versprochen wurde. Mit dem nahe gelegenen Marble Mountains bietet sich ein dramatischer Blick von verschieden Löchern wie z.B. dem 10ten. ein langes Par-5, das sich zwischen riesigen Sanddünen durchschlängelt. Weiteres Highlight ist der Ausblick auf das Südchinesische Meer vom 16-Loch.


Obwohl auf dem gleichen Landstrich wie sein Nachbar in der Nähe, liegt das Markenzeichen des  Monty Course ganz woanders. Schwere Bunker, massive Greens und gekräuselte Fairways zeichnen ihn aus. Es ist eine Herausforderung, das ist sicher, aber es gibt eine Menge an dem Kurs zu lieben. Die vorderen neun öffnen und schließen mit zwei der herausfordernsten Löcher. Der 1. ist ein mit Bunkern übersäter Par-5, der so könnte man es nennen, als Wake-up call für das Gehirn dient, während das 9. ein langes Par-4 ist, das in einer gigantischen grünen Kurve zum See auf der rechten Seite führt. Mein persönlicher Favorit war jedoch das 17., ein Par-4 Kracher mit einer spektakulären Kulisse im Hintergrund auf die mit Dschungel bedeckten Berge.


Mit Nord- und Zentral-Vietnam in der Tasche, fuhren wir direkt vom Monty Links zum Flughafen, um unseren Flug nach Ho Chi Minh City, besser bekannt als Saigon zu kriegen.

Das südliche Drehkreuz könnte die größte Stadt in Vietnam sein, aber es bleibt eine Romantik, die über ihre Größe hinwegtäuscht. Als wir unseren Weg vom Flughafen zum berühmten Hotel Caravelle - einem Liebling der Journalisten, die über den Vietnam-Krieg berichten -  waren die von Bäumen gesäumten Boulevards voll mit jungen Paare auf ihren Motorrädern.

Für sie war die Nacht noch jung. Für uns, denen ein früher Start am nächsten Tag bevorstand, bedeutete dies, dass eine Stichprobe der Stadt mit ihrem pulsierenden Nachtleben, ihrer kulinarischen und Entertainment-Szene verschoben werden musste. Der Trost waren klare Köpfe, mit denen wir den Hill Course in Long Thanh am nächsten Tag angehen konnten. Von vielen als Saigons bester Golfkurs bezeichnet, bietet das Layout viel Charakter und hat in der Form des kurzen 4-Lochs, mit der Wahl zweier Greens, einer der markantesten Löcher, das ich je das Vergnügen hatte zu spielen.


Kein Golf Abenteuer in Vietnam ist komplett, ohne einen Abstecher in die Southern Highlands und die ehemalige französische Bergstation von Dalat, unsere letzte Station zu machen. Es war hier, wo die Golfentwicklung des Landes begann - auf einem Kurs der für Bao Dai, Vietnams letztem Kaiser, in den 1920er Jahren gebaut wurde. Das vorliegende Layout hat wenig Ähnlichkeit mit dem Original, aber es bleibt ein Kurs der standesgemäß ist für den jeden Besuch eines Würdenträgers. Während ich mich mit den hiesigen  Anmeldeinformationen kaum anfreunden konnte, bin aber trotzdem begeistert von dem Kurs. Die kühle Bergluft sorgte für angenehme Erholung von der Hitze in Saigon. Die Greens waren so herrlich wie ein Kuss und mehrere der von Kiefern gesäumten Löcher, vor allem das 6. und das 16., wurden zu späten Ergänzungen in meiner Vietnam Golf Hall of Fame.

Das Golf spielen nun beendet, entschieden wir uns zurückzukehren in die koloniale Pracht unserer Zimmer im ehrwürdigen Dalat Palace Hotel. Am nächsten Tag würden wir nach Saigon und von dort nach Haus fliegen. In dieser Nacht aber genossen wir ein kostspieliges Sieben-Gänge-Menü im hoteleigenen französischen Restaurant, Le Rabelais. Es scheint, dass immer Zeit bleibt für einen weiteren Epos in Vietnam.


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