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Golfdestination Kanarisches Archipel
KINZELREISEN FAM TRIP GRAN CANARIA organisiert für die Redakteure des GolfPunk Magazin

Gran Canarias golferische Pionierstellung auf dem GolfPunk-Prüfstand 
Von Erik Mölbert & Michael Welwarsky
Unser Dank gilt  Herrn Pablo Llinares von der Gran Canaria Golf Assoociation  und Herrn Urs Röhrig  Manager der Salobres Villas und Golf Resort die hervorragend unterstützt haben.


Wir wollen ja nicht unken – aber der nächste Winter kommt bestimmt. Wie alle Golfer ist auch GolfPunk immer wieder auf der Suche nach interessanten Destinationen, die bislang eher nicht im Fokus des öffentlichen Interesses standen. Mit Gran Canaria sind wir uns sicher, eben eine solche gefunden zu haben.

Nachdem die Schlägertruppe den ersten Materialtest überstanden hatte, merkte das Team, wie sehr die mangelnden Spiel- und Trainingsmöglichkeiten an den Nerven nagten und so kamen wir auf die Idee uns selbst und eine noch zu findende Location einem echten Härtetest zu unterziehen. Schon im Vorfeld hatten wir beschlossen, uns abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegen zu wollen und somit kamen viele interessante, aber eben auch sehr bekannte Regionen von vornherein nicht in die engere Auswahl. Doch unsere Suche nach der etwas anderen Golfdestination fand ein jähes Ende, als durch unsere Reisekoordinatorin Eva - Maria Kinzel - KINZELREISEN Prestige Golf, der Kontakt zum einzigen Deutschen auf Gran Canaria hergestellt wurde. 
 
Nach einem angenehmen Flug von etwa vier Stunden, landete die Truppe auf der dem afrikanischen Kontinent vorgelagerten Insel. Nach kurzer Suche wurde der gebuchte Mietwagen eingeräumt und der Trip konnte beginnen. Die Tour entlang der Küste der drittgrößten kanarischen Insel zum Resort vermittelte sogleich erste Eindrücke des nur gut 200 Kilometer westlich der Küste Südmarokkos gelegenen Eilands im Atlantischen Ozean und veranschaulichte selbsterklärend den Spitznamen „Miniaturkontinet“, welchen die Insel aufgrund der geographischen Vielfalt und ihrer differenzierten Flora und Fauna inne hat. Wie alle Inseln des Archipels ist zwar auch Gran Canaria vulkanischen Ursprungs, klimatisch im Vergleich zu seinen Nachbarinseln jedoch in etwa zweigeteilt. Während der Einfluss der Passatwinde dem Norden entlang der Inselberge teilweise ergiebige Niederschläge beschert, wird die Trockenheit der Südinsel durch Sahara-Winde noch verstärkt. Der Vorteil an Gran Canaria ist ganz sicher das ganzjährig warme Klima, das auch für eine Sommeroption für Golfreisen gut ist, ohne unter übermäßiger Dehydrierung leiden zu müssen.
 
Am Zielort im Süden der Insel wurde die Mannschaft von Urs in Empfang genommen, der  definitiv zu den größten GolfPunk-Fans in Spanien gehört und entsprechend herzlich fiel die Begrüßung aus. Die Schilderungen seines eigenen Projektes - das Salobre Golf Resort - und der Reichtum an zahlreichen weiteren exzellenten Golfmöglichkeiten ließen das Herz der Crew höher schlagen. Die Erwartungshaltung hatte sich nun manifestiert: Diese Reise hatte das Potential, einer der besten Golf-Trips aller Zeiten zu werden.
 
Durch seine Begeisterung angesteckt und mit den ersten interessanten Informationen versorgt machten wir uns bereits kurz nach unserer Landung auf die erste Runde, die der Startschuss für ein denkwürdiges Matchplay zwischen den vier Crewmitgliedern werden sollte. Diese Auftaktrunde unserer Archipel-Erkundung fand auf einem der beiden Resort-Kurse statt, welcher den liebevollen Namen „The Beauty“ trägt. Wenn ein Kurs schon mit dieser Bezeichnung an den Start geht, dann muss man nicht lange grübeln, um auf den Namen der zweiten Wiese zu kommen: „The Beast“. Da der eine oder andere aus unserer Gruppe durchaus einiges an Auslandserfahrung mitbringt und daher mit diversen Golfressorts und deren Autobahn-Plätzen gewisse Erfahrungen gesammelt hat, lächelte die gesamte Truppe noch in Anbetracht dieser Namensgebung.
Die erste Runde unseres monumentalen Matches zeigte schon bald, dass der Anspruch des Resorts ein durchaus sportlicher ist. Die Bahnen der Schönheit wurden sehr harmonisch in eines der Täler der Insel integriert und auch wenn das Layout nicht übermäßig schwierig ist, so kann es dennoch nicht als einfach bezeichnet werden. Die Bahnen weisen teilweise einen deutlichen Höhenunterschied zwischen dem Abschlag und dem Grün auf und vor allem die Par3s des Platzes haben absolutes Golfporn-Potential. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die 14. Spielbahn als das Signaturehole gehandelt werden muss. Gute 160 Meter bergab auf ein verteidigtes Grün sind auf jeden Fall eine Herausforderung. Was man sich ebenfalls auf keinen Fall entgehen lassen sollte, ist der Blick in die landestypisch gestalteten Aborte des Platzes - ausnahmsweise mal deutlich mehr Sein als Schein.
 
Das Reiseziel des darauffolgenden Tages trägt den klangvollen Namen El Cortijo und liegt etwa 40 Autominuten vom Resort entfernt im Norden der Insel, aber immer noch recht nahe am Küstenstreifen gelegen. Bei leichtem Nebel und angenehmen Temperaturen machte sich die Truppe auf, um dem Matchplaytagebuch ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Schnell war klar, dass wir mit Cortijo ein ähnliches Layout spielen würden, wie am Vortag, wobei die Stadtnähe dem Kurs einen eigenen Charakter verlieh, den man problemlos mit dem Prädikat „City-Golf-Course“ in Verbindung bringen kann. Das Highlight dieser Wiese sind auf jeden Fall die Schlusslöcher, die wiederum mit einem spektakulären Par3 mit deutlich erhöhter Teebox eingeleitet werden. Nach dem Abschlag verfolgt man hier eher nicht den Ballflug, sondern wendet seinen Blick gerne leicht debil grinsend nach vorne, um den Ausblick auf den Küstenstreifen und das Meer im Hintergrund genießen zu können. Das Ergebnis des Schlages tritt angesichts dieser Eindrücke gern mal in den Hintergrund. Dem Designer der Wohnanlagen, die vor allem auf den zweiten Neun teilweise recht dominant in den Aufmerksamkeitsfokus rücken, soll an dieser Stelle nur der liebevolle Hinweis gegeben werden, dass die errichteten Schutzmauern noch den einen oder anderen Stein zur Erhöhung gebrauchen können. Ein slicendes Eisen 5 reicht aus, um die Glasfassaden - die hoffentlich eine ordentliche Bruchfestigkeit aufweisen - in Gefahr zu bringen.
 
Die zweite Runde des Tages wurde erneut im Resort zelebriert, in diesem Fall auf dem jüngeren der beiden Plätze - dem Nordkurs, der liebevoll auch als „The Beast“ bezeichnet wird. Schon beim Verlassen der Anlage El Cortijo erntete die Truppe von ihrer dortigen Ansprechpartnerin Maria einen mitleidigen Blick und wir erhielten den liebevollen Hinweis, dass wir doch besser unseren Ballvorrat auffüllen sollten, wenn wir uns wirklich auf dieser Wiese tummeln wollen würden. Schmunzelnd über den Expertentipp und mit jugendlichem Leichtsinn, gepaart mit der Arroganz unserer Singlehandicap-Spieler machten wir uns zuerst über eine Burgerfiliale her und anschließend auf den Weg zurück in das Salobre Golf Ressort. Leicht verspätet trafen wir beim Starter des Nordkurses ein, der uns aufs Sehnlichste zu erwarten schien. Sein verschmitztes Lächeln und der unglaubliche Arbeitseifer, der im Nachhinein nur durch permanente Beschäftigungslosigkeit zu erklären ist, hätten uns schon stutzig machen sollen. Als uns dann auch noch ein Engländer mit seiner nicht-golfenden Frau und einem renovierungsbedürftigen Gebiss hoch erfreut mitteilte, dass das Beste am Nordkurs die ergiebigen Sammelgründe für Bälle sein sollen, hätte uns zu denken geben können. Doch euphorisiert durch zwei ordentliche Golfrunden auf unbekannten Plätzen begab sich der Kreis der Duellanten auf die erste Teebox. Schon hier zeigt der Platz seine eher sportliche Ausrichtung und gibt erste Eindrücke auf sein anspruchsvolles Design preis. Zwischenzeitlich konnte man das Gefühl bekommen, einen Platz zu spielen, bei dem sich der Architekt einfach mal austoben durfte. 

Eindrucksvoll ist die sehr durchdachte Integration in die vulkanisch geprägte Landschaft der Insel und seine verschiedenen Plateaus, Schluchten und Karstlandschaften. Der Mangel an Gesamtlänge wird locker durch das Design ausgeglichen, welches den Spieler zwingt, von seinem üblichen Spielverhalten abzuweichen. Bomb and Gauge ist auf diesem Layout ganz sicher nicht zielführend. Allerdings ist der Platz noch sehr jung, mit allen entsprechenden Problemen. Die Grüns sind teilweise noch nicht eingewachsen und unglaublich hart. Hohe Annährungen, die aufgrund von forced Carrydistanzen notwendig waren, sprangen auf manchen Grüns so hoch ab, als hätte man einen Betonboden getroffen. Andere Grüns sind so stark abfallend, dass sie aufgrund ihrer hohen Stimpmeter-Geschwindigkeiten dem Spieler keine Chance geben, den Ball zum Anhalten zu motivieren. Ähnliches gilt auch für einen Teil der Fairways. Da einige Bahnen deutlich zu einer Seite hängen, sollten die Drives schon sehr genau platziert werden, da sie sonst einfach dem Gefälle hinterher laufen und möglicherweise in eine der zahlreichen Schluchten stürzen, um ihrem Jammertal ein Ende bereiten zu können. Vergleiche mit Lemmingen sind an dieser Stelle allerdings vollkommen unangemessen. Ein Hinweis sei an dieser Stelle noch erlaubt: Dieser Platz ist definitiv nur mit einem Cart sinnvoll zu spielen. Ohne braucht man entweder locker sechs Stunden, oder man verliert die Lust und muss von den regelmäßig patrouillierenden Rangern eingesammelt werden.
 
Der dritte Tag auf der Insel beginnt mit der längsten Anreise in den Norden des Eilands. Ziel der Etappe ist der älteste Golfclub Spaniens, der den klangvollen Namen „Real Club de Golf de Las Palmas” trägt. Schon beim Betreten des Clubhauses wird schnell klar, dass sich dieser Club von allen anderen auf der Insel unterscheidet. Man atmet Golfgeschichte mit jedem Zug und fühlt sich zurückversetzt in die Gründertage dieser Anlage. Dunkle Hölzer und schwere Stilmöbel bestimmen das Ambiente und verleihen dem Gebäude einen Hauch von gesunder Arroganz. Und wer für Golfer einen solchen Platz bereithält, der darf auch gerne eine gewisse Überheblichkeit an den Tag legen. Leider wurde das Wetter seinem Ruf, aber nicht der Schönheit des Platzes gerecht. Regnerisch trüb, passend zur englisch kolonialen Ausstattung, ist wohl die passende Beschreibung, die Herr Kachelmann wählen würde. Auf den zweiten Neun gewann die Sonne Oberhand und erlaubte einen ungetrübten Blick auf das atemberaubende Umland, Blicke auf den Ozean und einen Eindruck, wie viele Grüntöne die Natur bereithält.

Schon auf der ersten Teebox war klar, dass dieser Platz auf der Insel etwas ganz besonders sein wird. Ein unglaublich guter Pflegezustand, alter Baum und Strauchbestand, griffige Grüns und ein pfiffiges Layout rechtfertigen die Anreise aus dem Süden auf jeden Fall. Wer auf Gran Canaria zum Golfspielen residiert und diesen Platz nicht gespielt hat, der sollte sich schämen. Ob es an der temporären Farbenpracht oder an ersten auftretenden Verschleißerscheinungen lag, lässt sich nur schwer beantworten. Auf jeden Fall hackte sich die gesamte Truppe über diesen eindrucksvollen Platz und gutes Golf musste lange gesucht werden.

Auf dem Rückweg nach Süden wurde uns schnell bewusst, dass der Gruppe ein hartes Kontrastprogramm droht. Die zweite Runde des Tages war erneut auf „The Beast“ angesetzt. Der Gegensatz an diesem Tag lautete also: Ältester Platz auf der Insel vs. Jüngster Platz des Ressorts.

Der vierte Tag auf der Insel war der erste, an dem nur eine Runde Golf auf dem Programm stand. Das Ziel der kurzen Anreise: Maspalomas Golf. Das Ressort des Platzes ist genau das, was man sich unter touristisch/konsumorientiert vorstellt. Wohnsiedlungen in der Nachbarschaft des Platzes, ein vorwiegend englisches Publikum und eine schöne, gepflegte, wenn auch nicht übermäßig schwere Platzgestaltung mit Palmen, breiten und flachen Fairways sowie reichlich Platz um die Bahnen herum, für den Fall das man sich doch mal den einen oder anderen Fehler erlaubt. Hier hatte die Truppe also den klassischen Ressort-Kurs gefunden, der sich hervorragend eignet, ein angeknackstes Golfer-Ego wieder aufzubauen. Die Zielsetzung beim Anblick des Layouts war schnell klar: Diese Wiese sollte auseinander genommen werden. Doch der Kräfteverschleiß und der damit verbundene Verlust an Konzentrationsfähigkeit ließen durchaus mögliche Scores im Par- und Birdiebereich nicht zu. In der Konsequenz sollte der Golftag dann doch zu einer schwierigeren Aufgabe als erwartet werden. Das Highlight des Tages war allerdings die Zweier-Gruppe leicht angetrockneter österreichischer Sonnen-Golferinnen, die mal locker ohne Sinn und Verstand und ohne zu fragen an der zehnten Spielbahn zwischen zwei Viererflights starteten. Nach sportlichen 12 Schlägen vom Tee bis zum Grün des Wandergrüppchens mit Golfbag packte Daniel, den jüngsten Spieler im Feld, schon das kalte Grausen und er prognostizierte eine Durchgangszeit von über sechs Stunden für die noch anstehenden neun Spielbahnen. Um unseren Spielfluss und vor allem die Gesundheit des  Vordergrüppchens nicht zu gefährden, entschieden wir uns zu einer direkten, fast noch höflichen Kontaktaufnahmen zu den beiden Damen, die von Abschlagszeiten, Starter fragen, nach hinten schauen, Platzübersicht und Etikette noch nie etwas gehört zu haben schienen. Nach einer kurzen Diskussion konnten wir durchspielten, retteten Daniel vor dem Höllenpfuhl, weil ein Golfball-Attentat verhindert werden konnte und gingen unseres Weges.

Die Runde ließen wir gemütlich im Restaurant des Platzes ausklingen und wurden dort hervorragend bewirtet. Der Küchenchef bestand darauf, uns ein Fünf-Gänge-Menü zu kredenzen. Wer jetzt die sonst üblichen Gerichte eines kleinen Golflandgasthofes vor Augen hat, der sollte beim Speisen in diesem Lokal nicht erschrecken. Von Gänseleberpastete über gegrillte Scampi in Schinkenspeck bis zu einer monströsen Schokoladen-Dessertvariation wurde alles aufgefahren, was gut und schmackhaft ist. Diese Gastronomie ist auf jeden Fall ein Geheimtipp und sollte einen festen Platz im Gran Canaria-Tourkalender bekommen.
 
Nach einem erneuten Vergleich am Donnerstagvormittag auf dem Südkurs des Salobre-Golfressorts, fand das zweite Match des Tages auf dem noch recht jungen Platz des Meloneras Golf Clubs statt. Das Layout zeigt zwei sehr unterschiedliche Gesichter. Während sich die ersten neun Bahnen eher in Richtung der Berge zum Landesinneren hin orientieren und phasenweise durchaus den Charakter eines typischen Linkskurses haben, verlaufen die zweiten neun zum großen Teil entlang der Steilküste und die immer wieder in Böen auftretenden Winde greifen teilweise intensiv in das Geschehen ein – Erinnerungen an manche Golfschlacht in Portugal wurden angesichts dieser Gestaltung spontan wieder lebendig. Und obwohl der Platz noch sehr jung ist, kann nur positives vom Pflegezustand berichtet werden. In manchen Clubs hierzulande wären die Spieler froh, wenn die heimischen Grüns die Geschwindigkeiten der Fairways des Meloneras Golfclubs hätten. Das Layout insgesamt ist sehr fair und als bleibendes Thema auf den Inselplätzen etabliert sich auch hier der Eindruck, dass sich die Platzgestalter bei den Par3s besonders viel Mühe gegeben haben. Über Schluchten, mit Meerblick, über Wasser, auf gut verteidigte Grüns - irgendwas ist hier auf diesen Bahnen immer los, was dazu führt, dass es nie langweilig wird und die Konzentration generell auf einem hohen Level gehalten werden muss, wenn am Ende des Tages ein gutes Resultat auf der Scorekarte stehen soll.
 
Ein echtes Bonbon folgte allerdings unerwartet am nächsten Tag in Gestalt des letzten Platzes  unseres Gran Canaria Trips: Anfi Tauro. Hier sollten wir den noch fehlenden Archetypen des Golfplatzdesigns identifizieren - Target Golf in Reinkultur. Auch Anfi ist ein sehr junger Platz, der sich im Süden der Insel befindet. Die Landschaft wirkt so, als hätte sie nur auf den Bau eines Golfplatzes gewartet. Steile Felsen und reichlich Geröll umspielt die gut gepflegten Fairways. Trifft man diese zu einem hohen Prozentsatz, steht einem guten Score nichts im Wege. Verfehlt man eines dieser grünen Bänder in der Landschaft, dann bedarf es einer gewissen Rücksichtslosigkeit seinem eigenen Material gegenüber, will man noch ordentlich punkten. Da es nur noch um die goldene Ananas ging - das Matchplay hatten die Urpunks zu ihren Gunsten bereits entschieden - genoss die Truppe den Ausritt in die Wüste Arizonas, die aus bislang unerfindlichen Gründen spontan auf Gran Canaria zwischengelandet war. Der Platz bestraft Fehlschläge nicht ganz so hart, wie es „The Beast“ gerne tut, dennoch ist konzentriertes und vor allem kontrolliertes Golf absolut notwendig, wenn am Ende des Tages außer phantastischen Bildern auf der Speicherkarte auch das Gefühl entstehen soll, dass golferisch auf der abgeschlossenen Runde alles gepasst hat. Wer die Schlussbahn mit Mut und langem Drive spielen will, hat hier eine gute Chance, das Par5 mit dem zweiten Schlag angreifen zu können und sich am Schlussloch einen Eagleputt zu erarbeiten. Zumindest für zwei Birdies hat es auf der letzten Bahn des Trips gereicht, was nach beachtlichen 162 Loch Golf an dieser Stelle noch erwähnt werden sollte.

Was bleibt zu Gran Canaria noch zu sagen? Die Mission wurde erfüllt - alle Plätze auf der Insel wurden von der Truppe auf Herz und Nieren getestet. Die vollmundige Ankündigung, dass wir auf diesem Trip alle erdenklichen Archetypen des Platzdesigns finden werden, hat sich zum großen Teil bewahrheitet. Lediglich ein klassischer Links-Course konnte nicht identifiziert werden, auch wenn Meloneras durchaus Anleihen an diesen Designstil aufweist. Definitiv sind alle gespielten Plätze eine Reise wert und sorgen für gute Laune und abwechslungsreiche Erlebnisse. Gerne würden wir Salobre Nord aka. „The Beast“ in einem Jahr erneut spielen, wenn die angekündigten Designergänzungen (andere Grassorten an den Fairwayrändern, Grüns griffiger und vor allem weicher, sowie ergänzende Bunker) fertig sind. Für den Fall, dass eine Ferienwohnung keine Option ist und es auch gern noch etwas luxuriöser sein darf, können wir ruhigen Gewissens eine Empfehlung für das Sheraton Hotel vor Ort aussprechen. Ein sehr organisches und einzigartiges Design lädt zum Entspannen ein. Und wer sich in die höchste Etage vorgearbeitet hat und an einem sonnigen Vormittag oder auch wahlweise in einer sternenklaren Nacht die dort omnipräsente Gelassenheit genießen konnte, der möchte dort auch gern verweilen. Auch die Poollandschaft auf dem Dach des Hauses ist ebenfalls ein starkes Argument für einen Hotelaufenthalt. Man gönnt sich ja sonst nichts.

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