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KANADA – TOUR & GOLF

Yukon für Entdecker - Golf in Dawson City und Whitehorse
Yukon - wer Landschaft, Abenteuer, Wildnis und Einsamkeit sucht, der ist hier richtig - nach ein paar Tagen hast Du hier alles, was vorher wichtig erschien, vergessen!

Nach 9-stündigem Flug in Whitehorse ankommend, sollten Sie im High Country Inn einchecken und dort erst einmal die Jacuzzi Suite genießen - das belebt ! Anschließend ein Bisonsteak und man fühlt sich wie neugeboren. Da es im Sommer nur für vier Stunden dunkel wird, können Sie Whitehorse (12.000 Einwohner) bis spät in die Nacht genießen. Fahren Sie zum Miles Canyon - hier kenterten die Goldgräber vor 100 Jahren zu Hauf mit Ihren Kanus. Heute sind die Stromschnellen entschärft und eine Hängebrücke führt über den Fluss und von hier haben Sie einen phantastischen Blick auf den Fluss
Ein Wohnmobil können Sie dann am nächsten Tag in Empfang nehmen. Mein Tipp: Fraserway - es sind gepflegte, gut ausgestattete Wohnmobile. Nehmen Sie auf jeden Fall noch eine zusätzliche Decke mit, denn die Nächte können sehr kalt werden. Für zwei Personen ist das Wohnmobil (22 inch) ideal. Ich hätte niemals gedacht, dass ich einen solchen Wagen selber fahren kann, aber nach ein paar Stunden hat man sich an die Automatik und auch die Länge und die Spiegel gewöhnt und spätestens dann stellt man fest, dass es auch noch einen Wahnsinnsspaß macht.
Einkaufen..., NO PROBLEM…, ca. 350m von der Vermietstation entfernt gibt es einen riesigen Store mit ebenso riesigen Parkplätzen... WICHTIG! Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und alles in Übergröße. Man weiss ja nie..., die Wildnis ruft, also auf Vorrat kaufen! Ein paar hundert Meter weiter findet sich ein Liquor Store, die Parkplätze sind zwar kleiner, aber man hat ja schon Erfahrung sammeln können.

Nun geht es dann endlich los zum Alaska Highway. Das Geschirr klappert verdächtig, aus dem Radio ertönt Country Musik und bei der ersten Meile außerhalb der Stadt Whitehorse, auf dem Alaska Highway, überkommt uns das Gefühl von unendlicher Freiheit. Wer will uns nun noch von unserem Abenteuer abhalten? Niemand, denn hier funktioniert nur mehr ein Satelliten-Handy und das haben wir Gott sei Dank nicht dabei. Eine Sicherheit aber bleibt uns, Holger, der auch die Fulda-Challenge ausrichtet, wird an genau festgelegten Punkten auf uns warten.
Schon nach kurzer Zeit sind wir fast alleine auf der Strecke. Wohin man auch schaut, überall ein phantastischer Blick auf ein gewaltiges Panorama und vor uns die endlose Asphaltstrecke. Wir stoppen auf dem Seitenstreifen und nach einem ohrenbetäubenden Knall, sind wir wieder auf dem Boden der Tatsachen. Scheinbar war der Fahrer eines anderen Campers auch von der Landschaft so überwältigt, dass er die Ausmaße des Campers nicht berücksichtigt hat, denn unser Außenspiegel ist futsch.

Gott sei Dank ! Ein Camper aus unserer Gruppe, dass vereinfacht vieles, macht mir aber das Fahren um einiges schwerer..., aber wir Frauen haben das locker im Griff. Der Alaska Highway von Whitehorse nach Haine Junctions ist gut zu befahren und wir erreichen am Nachmittag die Dalton Trail Lodge. Die Lodge liegt versteckt an einem See und bietet Luxus pur in dieser Wildnis. Angler sind hier bestens aufgehoben. Kleine Blockhäuser stehen direkt am See und sind geschmackvoll und gemütlich eingerichtet. Wir aber ziehen nach einem kurzen Stopp weiter und werden schon auf dem Campground am Kathleen Lake erwartet - wildromantisch, ohne Elektrizität, ohne Wasser und das Plumpsklo 50 m entfernt. Ein Beil haben wir dabei, also heißt es Holz hacken, Feuer anzünden, den Wein rausholen und erst einmal auf den ersten geglückten Tag anstoßen. Die Moskitos werden vorerst von uns ignoriert und die Toilette im Camper bevorzugt, denn es kann hinter jedem Strauch ein Grizzly lauern, …es ist schon ein mulmiges Gefühl, hier so alleine in der Wildnis.

Die Nächte sind bitterkalt, aber wir haben einfach vergessen, dass jeder Camper auch eine Heizung hat. Das soll uns nicht nochmals passieren. Durchgefroren, ohne Dusche fahren wir gleich an den See und hier werden wir mit einem überwältigendem Panorama entschädigt. Das Frühstück sollte tunlichst hier eingenommen werden, auch wenn es lausige Temperaturen sind, ist es ein ganz spezielles Feeling.
Wir fahren heute weiter auf dem Alaska Highway von Haine Juncions nach Beaver Creek, vorbei am Kluane Nationalpark mit seinen schneebedeckten Gipfeln und noch völlig zugefrorenen Seen und vorbei an Sheep-Mountains (Beobachtung von Wildschafen ist garantiert). Die Strecke besteht aus tiefen Schlaglöchern, ausgewachsenen Bodenwellen, man sollte nicht zu schnell fahren. Ab und an kann auch ein Elch den Weg kreuzen und ein Aufeinandertreffen ist nicht zu empfehlen. Aber auch Schwarzbären können plötzlich auftauchen. Wir hatten leider kein Glück hiervon einige Exemplare anzutreffen.
In Beaver Creek angekommen suchen wir sofort unseren Campground auf. Luxus pur ! Eine heiße Dusche, Kaffee und anschließend ein kühles kanadisches Bier "Grizzly Beer" , fast wie das bayerische Weißbier.
Bei der abendlichen Touri Show erfahren wir, dass Potwholes Schlaglöcher sind und wir darauf ruhig einen trinken können. Machen wir, dass lassen wir uns nicht zweimal sagen.

Heute lernen wir nun auch unseren zweiten Guide kennen. Roland ist Kameramann und wird uns nunmehr mit seiner Kamera überall hin verfolgen..., ein Werbefilm soll entstehen. Etwa mit folgendem Motto "Können Frauen einen solchen Trip überleben??"
Bevor es nun über die Grenze nach Alaska geht, werden noch schnell alle Lebensmittel verstaut und auch Alkoholika, denn die Amerikaner gestatten es nicht, diese überlebenswichtigen Nahrungen in ihr Land einzuführen.
In Telin Junction fahren wir vom Alaska Highway ab, weiter in Richtung Dawson City. TOP OF THE WORLD - das klingt nicht nur gut - es ist das absolute Muss!!! Wir haben eine derart gute Stimmung, dass wir laut "American Pie" hören, aber doch noch im letzten Moment vor dem Grenzübertritt diese CD schnell noch verschwinden lassen. Wir wollen ja nichts riskieren.
Der Grenzübertritt verläuft ohne Probleme, Fingerabdruck, Foto, Papiere und schon geht’s weiter bis Teltin Junction, hier biegen wir auf den Taylor Highway in Richtung Dawson ab. Schotterpiste pur..., dann mal wieder recht gute Straßenverhältnisse und verbrannte Bäume soweit das Auge reicht. Wir sind wieder mal allein on the road. Was uns ins Erstaunen versetzt, man findet in dieser Einöde doch wahrhaftig Toilettenhäuschen und dazu noch "Klopapier". Stellt sich die Frage, wann wird das immer geliefert und vor allem wie??? Tja, in der Einsamkeit kommen einem schon abwegige Gedanken.

Und dann erreichen wir Chicken...Achtung –„ low flying aircrafts!“ eine Bar/Haus und drei Schilder - Airport, Mainstreet und Downtown ist da zu lesen. Nachdem ich mit dem Besitzer Wein und Zigaretten (hatte doch jemand wirklich noch dabei) gegen Golfbälle mit Elchaufdruck und Alaska Inschrift getauscht habe, geht es weiter.
Die Piste führt uns entlang eines alten Golfgräberflusses, dem Wade Creek. Langsam spüren wir die Stöße der Schlaglöcher nicht mehr, man gewöhnt sich an alles. Und irgendwann sind wir dann auf dem Top of the World Highway, der uns stetig bergauf führt. Wir können uns an der einmaligen Kulisse nicht satt sehen. Die Fahrt verlangt volle Konzentration, denn der Straßenzustand ist nicht besonders gut. Schotter, Geröll, Sand und ab und an doch gewaltige Abgründe. Ankunft an der kanadischen Grenze hoch oben bei leichtem Schneeregen. Und nun geht es weiter über die Berge auf und ab, teils bei feucht-sandigem Untergrund. Hier fährt man mit seinem "Hinterteil" und viel Gefühl. Ab und an denken wir, dass wir uns bestimmt verfahren haben (es gab aber keine Abzweigung, jedenfalls hatten wir keine gesehen), denn wir können uns nicht vorstellen, dass ein Highway über einen Bergrücken verläuft. Nun geht es bergab und nach kurzer Zeit wird die Straße besser und plötzlich sehen wir Dawson City auf der anderen Seite des Yukon Rivers liegen. Mit der Fähre setzen wir über und fühlen uns in die Goldrushzeit versetzt. Keine geteerten Straßen, das ehemalige Bordell steht noch und ist zum Hotel umfunktioniert. Im "Diamond Tooth Gerties Gambling Hall" kann man sein Geld verspielen oder gewinnen, den "Diamond Tooth Girls" beim Can Can Tanz zusehen und wieder vermehrt Miner treffen. Es ist schon ein Erlebnis diese Atmosphäre zu genießen.

Wir schauen uns noch die Gold Dregde No. 4 zusammen mit einer richtigen Minerin an und haben das Glück, endlich einmal echte Schwarzbären zu sehen. Es ist schon gewaltig, wenn diese gemütlich über die Strasse tapsen. Auf dem Klondike Highway - erstaunlich gute Straßenzustand – geht es nach Carmack. Hier übernachten wir auf einem einfachen Campground. Am Morgen geht es nun endlich ans Eingemachte. Erst eine Strecke auf dem Campbell Highway bis Ross River, der letzen zivilisierten Außenstation. Jetzt heißt es den Tank randvoll zu machen. Es regnet und das Wetter sieht aus, als wenn es uns einen Strich durch die Rechnung machen würde. Bei schlechtem Wetter wird die South Canol Road gesperrt. Mein Ich ist geteilt... ich will, aber ich habe auch ein ganz mulmiges Gefühl, denn nachdem, was ich bisher über diese Strecke gehört habe, soll es richtig schwer zu fahren sein. Unser Guide fragt beim Tankwart nach, lässt uns aber nichts wissen und irgendjemand schreibt in den dicken Dreck, der mittlerweile unsere Camper überzieht : "I will survive".

Wir fahren weiter bis zum Anfang der South Canol Road und hier steht doch glattweg ein Schild: ROAD CLOSED. Sollte jetzt wirklich schon alles vorbei sein? Wir diskutieren, ob wir es wagen oder lieber umkehren.
Umkehren... kommt doch gar nicht in Frage, wir werden auch diese Strecke schaffen... Aufgeben gibt es nicht. Holger, Roland und Ada fahren vor und werden alle 80 km warten, bis auch der letzte Wagen den Treffpunkt erreicht hat. Mit viel Abstand und noch mehr Respekt gehen wir diese Strecke an. Staub, Steinschlag, Geröll, Tiere, Abgründe, umgestürzte Bäume gilt es zu beachten. Immer nur 1. Gang, 2. Gang und schön langsam. Wir schwitzen Blut und Wasser, halten uns immer an der Felswand, schauen nicht in die Abgründe, überqueren kleine Holzbrücken ohne Geländer und klettern mit unserem Camper immer höher hinauf, fahren an Schneefeldern vorbei, durch ausgewaschene Flussbetten, an zugefrorenen Seen vorbei und sind dann irgendwann oben in einem breiten Gebirgstal. Das Panorama, wie in einem Western - fehlt nur noch Winnetou der auf seinem Pferd daherkommt. Er kommt zwar nicht, aber dafür einige First Nations (Indianer), die hier ihre Zelte aufgeschlagen haben.
Die ersten Punkte haben wir passiert und dann steht plötzlich Holger vor uns um uns zu stoppen. Wir warten auf die anderen Camper, um zusammen weiterzufahren, denn jetzt heißt es Ruhe bewahren und alle Fahrkunst aufwenden. Vor uns liegt eine Steigung die völlig mit Schlamm überzogen ist. Noch einmal tief durchatmen, Daumen drücken und langsam, sachte und mit jeder Menge Schweißperlen auf der Stirn erklimmen wir auch dieses Stück Weg.
Gegen 21 Uhr sehen wir wie aus dem Nichts ein Haus auftauchen und oh Gott... eine richtige Strasse. Wir stoßen Freudenschreie aus - wir haben es geschafft. Es war schwer, anstrengend, aufregend und wunderbar. Eindrücke, die wir wohl nie mehr vergessen werden. Das Gefühl, auch noch so schwere Aufgaben bewältigen zu können, überwältigt uns. Auf dem Campground angekommen holen wir aus allen Wagen die letzten guten Tropfen heraus, hauen die Steaks auf den Grill und feiern was das Zeug hält.
Wer bisher gesagt hat, er hat nichts mit der Bandscheibe, der weiss jetzt garantiert wo diese sitzt.

Am nächsten Morgen geht es früh los, denn wir fahren nur noch ein Stück auf dem Alaska- Highway nach Whitehorse. Hier heißt es erst einmal die Camper von der Dreckkruste zu befreien, was gar nicht so einfach ist. Leider verharke ich mich in der Druckpistole und werde so noch mit geduscht. Zum guten Schluss fliegt uns doch noch in der letzten Kurve das Geschirr um die Ohren. Wir haben vergessen, die Türe zu schließen, macht nichts - Scherben bringen Glück!
Jetzt den Camper abgeben und Einzug ins High Quality Inn. Zum Schluss fahren wir noch mit der MV Schwatka über den Schwatka Lake zum Miles Canyon um danach in die Beaver zu steigen. Jeweils in 5er Gruppen geht es mit dem Wasserflugzeug (von 1948 !)  eine Stunde über die Berge. Welch ein Abschluss, er hätte nicht besser sein können.

Die nächsten zwei Tage genieße ich das Golfspiel in Whitehorse. Ja selbst hier gibt es zwei Golfplätze. Aber auch in Dawson City - "The Top of the World". Einfach ein Traum  in der Wildnis den Golfschläger zu schwingen, die Ruhe und Natur, sowie die Gastfreundschaft  zu genießen.


Es war bisher eine der besten Touren und ich sage nur
MERCI ! THANK YOU !  CANADA IS CALLING
                                                                                                                                                                           

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